Schwerwiegende Fehler im Fall Nancy Guthrie aufgedeckt
Ein aktueller Bericht hat besorgniserregende Versäumnisse der Strafverfolgungsbehörden in der Anfangsphase des Vermisstenfalls Nancy Guthrie offengelegt. Den vorliegenden Informationen zufolge schenkten die zuständigen Beamten den Spuren am Wohnort zunächst kaum Beachtung.
Insbesondere wurde getrocknetes Blut auf der Veranda nicht sofort als potenzielles Beweisstück für ein Gewaltverbrechen eingestuft. Statt den Bereich abzusichern, zogen die Ermittler zunächst alternative Erklärungen für den Fund in Betracht.
Spätere Laboranalysen bestätigten jedoch zweifelsfrei, dass das Blut der Vermissten gehörte und direkt mit ihrer Entführung in Verbindung stand. Kritik wurde vor allem an der unzureichenden und chaotischen Sicherung des Tatorts in den ersten Tagen laut.
Das Fehlen einer Absperrung führte dazu, dass Medienvertreter und Passanten ungehindert an den potenziellen Beweisbereich herantreten konnten. Fachleute wiesen darauf hin, dass diese organisatorischen Mängel den Ermittlungserfolg in einer entscheidenden Phase massiv beeinträchtigten.
Die zuständigen Stellen prüfen die Abläufe während dieser ersten Stunden weiterhin eingehend.